Wagner Optik
 
 
 

 

Große Hilfsaktion in Indien

Der Lion Ausgabe April 2009

Sehen ist das größte Geschenk


Carlo Wagner verhalf in Indien Menschen zu besserem Sehen




Weltweit setzen sich die Lions Clubs für Projekte für Blinde und Sehbehinderte ein  -  aber dem Koblenzer Augenoptikermeister Carlo Wagner genügte es nicht mehr, die Präventions- und Hilfsprojekte "nur" mit Aktionen und Spenden zu unterstützen.

Er wollte selbst etwas tun – und verbrachte 14 Tage in Indien, wo Tausenden von Menschen das (bessere) Sehen schenken konnte.
Eine Erfahrung, die der Gründungspräsident des Koblenzer Lions Clubs Sophie von la Roche selbst sicher nie vergessen wird.

Der 57-Jährige  war der einzige Deutsche in einem Team von 24 Augenoptikern, Optometristen und Augenärzten, die auf dem Gelände eines Waisenhauses nahe der Stadt Amristar täglich Hunderte von Patienten „durchschleusten“. Insgesamt fanden rund 20.000 Frauen, Männer und Kinder Hilfe. Unterstützt von rund 130 Freiwilligen, vor allem Schüler und Studenten, wurden die Hilfesuchenden registriert, ihre Sehschärfe wurde gemessen, Augendruck und Augenhintergrund bestimmt. Ein Computer suchte anhand der Daten die passende Brille aus einem Fundus von mehr als 45.000 geprüften, gereinigten, gerichteten und registrierten Brillen, die die Firma Luxottica gesammelt und gespendet hatte. Schon seit den 80er-Jahren engagiert sich die Firma für Hilfsprojekte, zunächst in den USA, später auch in den Entwicklungsländern. Allein im vergangenen Jahr sind 20 Projekte in 15 Ländern organisiert worden, darunter die Brillenverteilungsaktion, an der der Koblenzer Augenoptikermeister teilnahm.

„Es war unfassbar, was wir dort erlebt haben“, sagt Carlo Wagner. „da war zum Beispiel eine Frau, die -18 Dioptrien hatte. Die Frau hatte nie zuvor eine Brille getragen – für sie muss es jetzt ein völlig neues Leben sein“. Nicht immer konnte im Bestand eine passende Brille gefunden werden, doch neben den 45.000 gebrauchten Brille, unzähligen Lichtschutzbrillen und kistenweise fertigen Lesebrillen hatten die Helfer auch die Möglichkeit, individuelle Brillen anzufertigen. Das ging leicht und unproblematisch, weil das Team Fassungen und runde Einzelgläser in allen denkbaren Stärken dabei hatte. Und im Zweifel halfen auch die Optiker und Augenärzte in Amristar. Ebenso natürlich die Lions vor Ort, die die internationale Helfer nach Kräften unterstützten.

„Es waren fantastische Erfahrungen“ erinnert sich der 57 jährige. Keine Rolle spielten dabei die langen, harten Arbeitstage, die Unannehmlichkeiten, wenn es mal wieder kein warmes Wasser zum Duschen gab, das karge Essen. „Es war einfach eine unglaubliche Dankbarkeit zu spüren, die alles andere vergessen ließ“ so Wagner. „Kein lautes Schreien oder Juchzen, sondern eine ruhige, tiefe, fast religiöse Dankbarkeit, die mich zutiefst berührt hat.“ Und selbst wenn kein optimales Sehergebnis erzielt werden konnte, sondern nur eine Grundversorgung möglich war, waren die Menschen glücklich. „Allein schon, das wir uns um sie bemüht und sie  ernst genommen haben, hat den Frauen und Männer viel bedeutet“, weiß der Koblenzer. „Denn es sind in den meisten Fällen die Ärmsten der Armen gewesen, die sonst ganz auf sich allein gestellt sind – und uns war ihr Wohlergehen wirklich wichtig, das haben sie gespürt.“ Dass durch den Fokus der Öffentlichkeit auf das Projekt etliche Operationen am Grauen Star kostenlos durchgeführt  wurden, war ein willkommener Nebenaspekt.

Verändert hat sich nicht nur das Leben der Inder, die nun zum Teil erstmals richtig sehen können, sondern auch Carlo Wagner ein wenig, berichtet er. „Wenn man sieht, wie es den Menschen dort geht und mit welcher gelassen Würde sie ihr Leben meistern und dann zurückkommt und auf jemand trifft, der nur herummeckert, weil ihm Kleinigkeiten nicht passen, dann hat man dafür wenig Verständnis.“ Mehr Infos zum Hilfsprojekt auch im Internet: onesight.org



Presseecho  
 


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