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Lions unterstützen geistig behinderte Sportler mit Opening Eyes Unterstützung für die „stillen Helden“

Super Sonntag 04.07.2010

Mit ihrem Opening Eyes-Programm wollen die internationalen Lions-Clubs dazu beitragen, die Sehfähigkeit der Special Olympics Athleten weltweit zu verbessern.







Koblenz/Region. Engagiert in diesem Projekt ist auch der Koblenzer Augenoptikermeister Carlo Wagner, der zugleich auch Lions-Mitglied und Gründungspräsident im jungen Lionsclub Sophie von LaRoche in Koblenz ist. Etwa drei Prozent der Weltbevölkerung (ca. 170 Millionen Menschen) sind geistig behindert. Jeder achte hat eine persönliche Verbindung zu einem geistig behinderten Menschen in seiner Nachbarschaft, am Arbeitsplatz, in der Familie oder im Bekannten- und Freundeskreis. Geistige Behinderungen treten 10 mal häufiger auf als Schlaganfälle, 25 mal häufiger als totale Erblindung und 50 mal häufiger als Taubheit. Die Ursachen für geistige Behinderungen sind vielfältig. Häufig handelt es sich um Entwicklungsstörungen des Gehirns vor der Geburt oder um Schädigungen des Gehirns unter der Geburt oder in der Kindheit. Bei einem Drittel aller geistigen Behinderungen sind die zugrunde liegenden Faktoren unbekannt. Hauptgründe für geistige Behinderungen sind Down Syndrom, Alkoholmissbrauch der schwangeren Mutter sowie andere genetisch bedingte Fehlentwicklungen.

Die Anfänge von Special Olympics liegen in den frühen Sechziger Jahren des vorigen Jahrhunderts als Eunice Kennedy-Shriver erstmals 100 geistig behinderte Kinder zu sportlichen Wettkämpfen einlud. Heute gibt es nicht die Olympischen Spiele der Behinderten als größtes Sportereignis dieser Art, weltweit wie auch in Deutschland gibt es Verbände und Vereine, die die großartigen sportlichen Leistungen behinderter Sportler unterstützen.

Bereits früh wurde allerdings deutlich, dass die Gruppe geistig behinderter Athleten unter Gesundheitsaspekten schlechter versorgt wird als andere Menschen. Dies liegt zum Teil auch an Informationsdefiziten bei Trainern, Betreuern und Athleten selbst und auch teilweise daran, dass die Athleten ihre eigenen Defizite in bestimmten Bereichen (Sehen, Hören und Zahngesundheit) häufig selbst nicht realisieren. Deshalb werden seit 1991 parallel zu den sportlichen Wettbewerben Gesundheitsscreenings für die Athleten angeboten. Das älteste und umfangreichste Programm ist das Opening Eyes Program, das von Lions Internation gefördert wird. Im Jahr 2004 wurde das Special Olympics Lions Club International Opening Eyes Program (SOLCIOE) erstmals anlässlich der nationalen Sommerspiele in Deutschland durchgeführt. Hierbei wurden in vier Tagen 943 Augenprüfungen von 90 Fachvolunteers (Optometris-ten/Augenoptiker, Augenärzte oder Medizin-Studenten) durchgeführt. 50 Prozent der Sportler haben die Augenprüfung nicht bestanden und mussten mit einer neuen Sehhilfe versorgt werden bzw. sich weitergehenden Untersuchungen unterziehen.

In Bremen fanden kürzlich die National Games der geistig Behinderten-Sportler statt. 4.550 Athletinnen und Athleten starteten unter dem Motto „In jedem von uns steckt ein Held“ in 20 Disziplinen und Sportrarten. Im Rahmen der Spiele wurde auch das Gesundheitsprogramm „Healthy Athletes“ durchgeführt. Dabei fanden neben anderen Untersuchungen auch Sehtests der Aktion Openeing Eyes statt, bei denen von rund 90 ehrenamtlichen Fachleuten die Sehstärke der behinderten Athleten bestimmt und 500 entsprechende Brillen sowie Sonnenbrillen für die Sportler, die keiner Sehhilfe bedurften, ausgegeben wurden, berichtete Carlo Wagner, der ebenfalls in Bremen dabei war. Zudem gebe die Anwesenheit anderer Sportler und Betreuer den Behinderten Sicherheit und sorge für eine lockere Atmosphäre.



Presseecho  
 


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